Krankenversicherung - privat oder gesetzlich?
Die
Krankenversicherung in Deutschland existiert seit vielen Jahren als duales System,
in dem es einerseits die gesetzliche Krankenversicherung und andererseits die
private Krankenversicherung gibt. Viele Versicherungsnehmer können sich
also aussuchen, welche der Krankenversicherungen auf dem Markt sie abschließen;
sie können sich im Krankenversicherungsvergleich Vor- und Nachteile ansehen,
die Ihnen die gesetzliche Krankenversicherung und die private Krankenversicherung
bieten. Bevor wir Ihnen für diesen Krankenversicherungsvergleich einige
Zusatzinformationen geben, damit Sie für die Krankenversicherung Anbieter
vergleichen können, widmen wir uns den Krankenkassen jedoch erst einmal
ganz allgemein.
Schaut man sich einmal die Geschichte der Krankenversicherungen an, so kehrt
man zurück in die Zeit der Zünfte. Bereits damals war es oftmals üblich,
dass die Zünfte Gelder von Mitgliedern zusammentrugen, die den kranken
Zunftmitgliedern dienten. Im weitesten Sinne erfüllten die Zünfte
damit auch die Funktion einer Krankenkasse für die Mitglieder. Die ersten
"echten" Krankenkassen entstanden in Deutschland zwischen 1840 und
1850. Ab 1911 war die gesetzliche Krankenkasse dann geregelter Teil der Sozialversicherung;
auch die privaten Krankenversicherungen begannen in der ersten Hälfte des
20. Jahrhunderts ihre Entwicklung; 1926 etwa durch die Gründung des ersten
Verbandes für private Krankenversicherung in Deutschland. Als Versicherter
hat man heute die Auswahl: Nehme ich die gesetzliche Krankenkasse in Anspruch
oder setze ich doch auf die private Krankenkasse hierzulande? Für irgendeine
Variante der Krankenversicherung muss man sich entscheiden; in Deutschland ist
die Krankenversicherung inzwischen eine Pflichtversicherung, was Sinn macht:
Ist man nicht unbedingt Millionär, so kann eine ärztliche Behandlung
ohne Krankenversicherung tiefe finanzielle Einschnitte ins monatliche Budget
bringen und einen schnell an den Rand des finanziellen Ruins oder darüber
hinaus führen.
Die gesetzliche Krankenversicherung finanziert sich unter anderem durch die
Beiträge, die etwa gesetzlich versicherte Arbeitnehmer oder freiwillig
in der gesetzlichen Krankenkasse Versicherte zu zahlen haben. Der Beitragssatz
der Arbeitnehmer für die gesetzliche Krankenkasse wird in Prozent vom sozialpflichtigen
Einkommen berechnet und wird gleichsam von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen.
Die Beitragssätze wurden im Rahmen der Gesundheitsreform 2007 vereinheitlicht,
sie werden ab 2009 insgesamt 15,5% des sozialpflichtigen Einkommens betragen.
Das lässt nur noch wenig Spielraum für die gesetzlichen Krankenversicherung
Anbieter zu, Beiträge selbst zu bestimmen, ein gewisser Spielraum ist für
diese Krankenkassen allerdings gegeben. Wirtschaften sie besonders gut, so können
sie Teile der Beiträge an Versicherte zurückzahlen; ist die Wirtschaftslage
für die jeweilige Krankenkasse eher schlecht, so kann ein gewisser Sonderbeitrag
erhoben werden, was dem Versicherten, der bei der Kasse Kranken versichert ist,
allerdings das Recht gibt, die Krankenkasse sofort zu wechseln. Im Krankenversicherungsvergleich
sollten Sie daher auch darauf schauen, wie gut oder schlecht die jeweilige Krankenkasse
in den letzten Jahren gewirtschaftet hat.
Natürlich kann man sich auch für eine Private Krankenversicherung
im Krankenversicherungsvergleich entscheiden; ab 2009 müssen die privaten
Krankenkassen so genannte Basistarife anbieten, die auch eher weniger gut betuchten
Menschen einen Wechsel in die private Krankenversicherung erlauben. Der Wechsel
in solch einen Basistarif funktioniert ohne eine Gesundheitsprüfung für
den Versicherungsnehmer, während die privaten Krankenversicherung Anbieter
bei anderen Tarifen den Gesundheitszustand des potenziellen Versicherungsnehmers
prüfen und unter anderem anhand der Prüfung den Beitrag des individuellen
Versicherungsnehmers zu seiner Krankenversicherung festlegen. Wählen Sie
also selbst, bei welchem Versicherungsträger Sie Kranken versichert sein
möchten. Schauen Sie beim Krankenversicherungsvergleich jedoch nicht allein
darauf, welcher Krankenversicherung Anbieter Sie möglichst wenig Geld kostet;
achten Sie auch auf die Leistungen, die die jeweiligen Krankenkassen Ihnen bieten.